Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen



Betreuungsstelle Groß Schmölen

Zielgruppe
Die Betreuungsstelle verfügt über 2 Plätze nach §34 SGB VIII. Nach Absprache sind auch Unterbringungen nach §35/35a SGB VIII möglich. Aufgenommen werden junge Menschen ab ca.12 Jahren. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit bis zur Volljährigkeit und bei Bedarf auch darüber hinaus betreut zu werden.

Qualifikation und Familienstruktur Betreuungsstelle
Die staatlich anerkannte Erzieherin (Jahrgang 1963) und Mutter eines erwachsenen Sohnes lebt mit ihrem Hund und den zu Betreuenden in der Stelle.

Alleinstellungsmerkmale
Aufgrund der langjährigen Erfahrungen und der Belastbarkeit der Erzieherin können auch junge Menschen mit traumatischen Vorerfahrungen oder mit schwierigen Biografie-Verläufen aufgenommen werden.
Die ländliche Lage der Stelle ist besonders für Kinder und Jugendliche geeignet, die einer reizarmen Umgebung bedürfen und für die der Kontakt mit Tieren wünschenswert ist.

Ziele
Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung, ist grundlegend für das gemeinsame Leben, basierend auf einem Umgang in Achtsamkeit. Voraussetzung dafür ist eine Festigung der physischen und psychischen Konstitution.
Betreuungsziele werden mit dem einzelnen Jugendlichen erarbeitet und vereinbart. Wünsche, Interessen und eigene Zielvorstellungen der Jugendlichen werden ernst genommen und realistische Entscheidungen gemeinsam getroffen. Die Betreuerin bietet neben einer klaren Tages- und Alltagsstruktur auch Freiräume, die sich durch Interesse, Aufmerksamkeit und Zuwendung an der Person orientiert, um sein Selbstbewusstsein zu stärken und Fähigkeiten entwickeln zu können.Zur langfristigen Zielsetzung gehören Eigenständigkeit, im Sinne einer selbstständigen Lebensführung. Ebenfalls sollen sie Verantwortung für sich selbst und ihr Leben übernehmen.

Methoden
Fester Bestandteil der Tagesstruktur sind gemeinsame Mahlzeiten, bei denen das Tagesgeschehen und Erlebnisse in Ruhe berichtet werden können.
Den Kindern/Jugendlichen wird Gelegenheit gegeben, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten z.B. an den hauswirtschaftlichen Arbeiten und an der Versorgung der Tiere zu beteiligen. Belohnungen, die sie durch das Einbringen ihrer Arbeit erhalten, werden besprochen und eingehalten.
Ein Wechsel gestalteter und ungestalteter Freizeit ist hilfreich für traumatisierte BewohnerInnen. Hierzu gehören eine Ausgewogenheit gemeinsamer Erlebnisse und Aktionen sowie Ruhe, Entspannung und auch Spaß miteinander.
Regeln, feste Rituale und Grenzsetzungen bieten Orientierung. Der Umgang mit Regeln bietet immer wieder Anknüpfpunkte für Gespräche, die im Sinne der persönlichen Entwicklung genutzt werden können. Nicht alle Regeln sind dogmatisch, sie müssen begründet überprüft und gegebenenfalls verändert werden.
Eine der Besonderheiten der Pädagogik mit Tieren ist die Entspannung der Jugendlichen, die beim Zusammensein mit einem nicht wertenden Tier möglich wird. Sie lassen sich nach einfachen, biologisch relevanten Vorgaben auf ein Zusammensein ein. Tiere bieten ihnen Sicherheit und können Trost und Wärme spenden. Auf eine einfache und sehr natürliche Art können Jugendliche in der Interaktion mit Tieren erfahren, dass sie über Kompetenzen verfügen und dass diese Kompetenzen aber auch ihre Grenzen haben. So kann das Leben mit Tieren - das Sich-Kümmern, Füttern, Pflegen und Streicheln dazu beitragen, ein realistisches Bild von den eigenen Möglichkeiten zu erhalten. Das Halten von Tieren gibt Strukturen im Alltag vor. Das bedeutet, dass die Versorgungsarbeiten unabhängig von Lust und Laune getan werden müssen. Die Jugendlichen erleben, dass Ausdauer, Verlässlichkeit, Geduld und Kontinuität die Basis einer Beziehung zu Tieren bilden.

Infrastruktur, räumliche Gegebenheiten, Freizeitmöglichkeiten
Das Dorf befindet sich ca. 5 km Entfernung von der Stadt Dömitz. Diese verfügt über Einkaufsmöglichkeiten, Vereine wie Kanu-, Angel-, Kulturverein, NABU Deutschland und Freizeitangebote sowie den Hochseilwald. Schwimmbäder gibt es im ebenfalls nahegelegenen Dannenberg und im Wendland. In Wittenburg befindet sich ein Alpincenter.Das Schulzentrum “Fritz Reuter“ mit Gymnasium, Realschule, Förderschule und Grundschule befindet sich in 4,8 km, erreichbar mit dem Schulbus. Ärzte wie z.B. Kinderärzte, Kinderpsychologen, Zahnärzte sind in dem nahegelegenen Dannenberg ansässig.
Das Haus hat in der unteren Etage eine Wohnfläche von ca. 120 qm. Es wird aufgeteilt in zwei separate Wohneinheiten. Auf der rechten Seite des Hauses befinden sich 4 Zimmer, Küche und Bad. Auf der linken Seite 4 Zimmer, eine Waschküche und Küche. Der erste Stock mit einer Fläche von ca. 120 qm wird perspektivisch ausgebaut. Der Außenbereich mit seinen Nebengebäuden hat 6200 qm Grünfläche und bietet Möglichkeiten für Gartenaktivitäten, für die Haltung von Tieren oder auch für kreative handwerkliche Aktivitäten.

Grundsätzliches

  • der alters- und entwicklungsgemäße Einbezug von Kindern und Jugendlichen am Hilfeprozess
  • die Kooperation mit Sorgeberechtigten, Herkunftsfamilie und weiteren wichtigen Bezugspersonen, sowie mit dem zuständigen Jugendamt
  • ein kontinuierliches und transparentes Beschwerdemanagement und die Umsetzung der Richtlinien zur Sicherstellung des Kindeswohls

sind handlungsleitend für die Arbeit mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen und werden entsprechend der Leistungsbeschreibung von Quo Vadis in der Betreuungsstelle umgesetzt. Die Leistungsbeschreibung kann im Internet abgerufen werden oder wird auf Anfrage zugesandt.

Stand April 2018