Betreuungsstellen - Inlandsmaßnahmen



sozialpädagogische Betreuungsstelle Neuzelle 1

Zielgruppe

Die Betreuungsstelle verfügt über 2 Plätze für Kinder und Jugendliche im 1:1 Kontext. Zwei innewohnende Fachkräfte ermöglichen eine passgenaue intensivpädagogische Betreuung. Die Hilfe ist längerfristig ausgerichtet, um nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
Ausschlusskriterien sind chronischer BTM-Konsum, massive Eigen- und Fremdgefährdung, chronische Schulverweigerung.
Qualifikation und Struktur Betreuungsstelle
Der Betreuer hat einen pädagogischen Studienabschluss und ist staatlich anerkannter Erzieher. Er ist langjährig berufserfahren in der Erziehung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher und verfügt über Weiterbildungen im Bereich „Systemischer Umgang mit Angst, Wut und Gewalt“, „ Umgang mit psychiatrischen Krankheitsbildern in der Jugendhilfe“ sowie „ Abschluss- und Abschiedsprozesse gestalten“. Zu seinen Hobbies zählen Fußball, Radsport, Judo (mit Trainerlizenz) und Öl-Malerei.
Die Lebenspartnerin ist staatlich anerkannte Erzieherin und verfügt ebenfalls über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Zuvor war sie als selbständige Kommunikationstrainerin tätig. Ihr Interesse gilt u.a. dem Hundesport und Inlineskaten.
Die beiden erwachsenen Töchter und deren Familien leben in eigenen Haushalten; sind aber regelmäßig an gemeinsamen Familien-Unternehmungen beteiligt.
Zwei Hunde und ein Nymphensittich gehören ebenfalls zur Betreuungsstelle.
Alleinstellungsmerkmale
Die Betreuungsstelle vereint familienanaloge, individualpädagogische und (kleinst-) gruppenpädagogische Elemente. Zwei innewohnende Fachkräfte, mit einer annehmenden Grundhaltung, ermöglichen insbesondere in Krisen- und Konfliktsituationen individuelle Bewältigungsmöglichkeiten. Die ländliche Umgebung sorgt für reizarme Strukturen.

Ziele

  • Sicherheit, Verlässlichkeit, Vertrauensaufbau
  • Etablieren und Verankern von Strukturen
  • Entwicklung eines Normen-, Werte- und Verantwortungsbewusstseins
  • Entwicklung eines Gesundheits- und Körperbewusstseins
  • Stärkung des Selbstwertes
  • Erwerb lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Aneignen positiver Konfliktbewältigungsstrategien
  • Aufbau von Frustrationstoleranz und Bedürfnisaufschub
  • Entwicklung von Beziehungsfähigkeit
  • Verstärkung positiver Verhaltensmerkmale
  • Regelmäßiger Kindergarten- oder Schulbesuch
  • Entwickeln einer realistischen Zukunftsperspektive
  • Erwerb eines Schulabschlusses und Verselbständigung

Methoden

  • Etablieren einer klaren Tages-, Alltags- und Regelstruktur und Unterstützung bei der Umsetzung. Gemeinsame Mahlzeiten, Aktivitäten unter der Berücksichtigung der individuellen Wünsche und Fähigkeiten und feste Rituale bieten Kontinuität und Verlässlichkeit.
  • Regeln und Konsequenzen werden überschaubar und nachvollziehbar gestaltet und geben Klarheit und Orientierung
  • Wertschätzung, Empathie und Akzeptanz durch die Fachkräfte ermöglichen Vertrauensaufbau und Integration
  • Einübung von Selbstsicherheit und Selbstvertrauen und Erwerb lebenspraktischer Kenntnisse durch Erforschung und Förderung individueller Fähigkeiten und Stärken und regelmäßigen Einbezug in Alltagsbelange, z. B. Einkäufe, Geldeinteilung, Zubereitung von Mahlzeiten, Reinigungsarbeiten, Behörden-
    angelegenheiten, Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln etc.
  • Vermittlung einer gesunden Lebensweise und der dazugehörigen Ernährung, Absicherung der medizinischen Versorgung und Betreuung, Einüben von Ritualen der täglichen Körperhygiene
  • Krisenintervention und Unterstützung bei Bewältigung persönlicher Krisen durch reflektierende Gespräche oder durch Begleitung zu therapeutischen Angeboten
  • Ressourcenorientierung, Biografie-Arbeit
  • Hinführung und Motivierung zu regelmäßigem Kita- oder Schulbesuch
  • Unterstützung und Förderung der Eigeninitiative und Selbstorganisation hin zur Verselbständigung bzw. Rückführung
  • Durchführung erlebnispädagogischer Aktivitäten

Infrastruktur, räumliche Gegebenheiten, Freizeitmöglichkeiten

Die Projektstelle befindet sich in Neuzelle, Ortsteil Möbiskruge, im Landkreis Oder- Spree. Das Einfamilienhaus befindet sich auf einem 1100 m² Grundstück, mit zahlreichen Laubbäumen und einem Swimmingpool.
Die Wohnfläche von 185 m² verteilt sich auf zwei Etagen. Im Erdgeschoß befinden sich Wohnzimmer, ein Kinderzimmer (20 m), Schlafzimmer, Küche und Gästetoilette. Im Obergeschoß befindet sich das zweite Jugendzimmer, ein Schlafzimmer, Bad und Büro. Die Einzelzimmer der zu Betreuenden gewährleisten individuelle Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die Stadt Neuzelle ist ca. 4 km entfernt und mit dem Bus zu erreichen. Eine Anbindung in Richtung Berlin, Cottbus und das 8km entfernte Eisenhüttenstadt mit dem Bus und der Bahn von Neuzelle aus ist vorhanden.
Die nahegelegenen Städte verfügen über diverse Beschulungs- und Freizeitmöglichkeiten und medizinische Versorgungsmöglichkeiten.
Die Region mit vielen frei zugängigen Gewässern, bietet verschiedenste Sport- und Outdoor-Möglichkeiten. Ein nahegelegener Reit- und Pferdehof und ein Fußballverein im Ort stehen ebenfalls für Interessierte zur Verfügung. In und mit der Stelle besteht die Möglichkeit von handwerklichen und künstlerischen Aktivitäten (Malerei), Rad- Outdoor- und Trekkingtouren, etc.

Grundsätzliches

  • der alters- und entwicklungsgemäße Einbezug von Kindern und Jugendlichen am Hilfeprozess
  • die Kooperation mit Sorgeberechtigten, Herkunftsfamilie und weiteren wichtigen Bezugspersonen, sowie mit dem zuständigen Jugendamt
  • ein kontinuierliches und transparentes Beschwerdemanagement und
  • die Umsetzung der Richtlinien zur Sicherstellung des Kindeswohls

sind handlungsleitend für die Arbeit mit den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen und werden entsprechend der Leistungsbeschreibung von Quo Vadis in der Betreuungsstelle umgesetzt. Die Leistungsbeschreibung kann im Internet abgerufen werden und wird auf Anfrage zugesandt.

Stand Dezember 2018